Pop-ups schiessen wie Pilze aus dem Boden. Die kurzlebigen Gastrokonzepte machen die Zürcher Foodszene lebendig und bringen Abwechslung – oft auf überraschend hohem Niveau. Hier kommt unser Pop-up-Listicle mit angesagten Adressen in Zürich.
Thailand-Vibes in der Seilerei: Die 12. Ausgabe des Soi Thai Pop-ups ist da!
Es riecht nach frischem Koriander, scharfer Chilisauce und gegrillten Spezialitäten: Das vielleicht hotteste Zürcher Sommer-Pop-up Soi Thai ist zurück und feiert an der Rämistrasse 24 seine 12. Ausgabe. Für alle, die den Sommer in Zürich verbringen oder einfach Sehnsucht nach Südostasien haben, bringt Soi Thai das unverfälschte Streetfood-Feeling der bangkoker Nachtmärkte direkt in die Limmatstadt.
Authentisches Food-Market-Feeling & Summer Breeze
Wer das Soi Thai betritt, fühlt sich augenblicklich nach Thailand versetzt: Knallig farbige Plastik-Tischtücher, bunte Plastikstühle und mitreissende Thai-Pop-Musik sorgen für ausgelassene Urlaubsstimmung. Unter der geschützten Laube lässt sich eine erfrischende Summer Breeze geniessen – die perfekte Kulisse für einen lauen Sommerabend mit Freunden.
Kulinarisch wird in der 12. Ausgabe gross aufgetischt. Das Speisenangebot ist in drei Menü-Stufen aufgebaut (Menu Light für CHF 64.–, Menu Classic für CHF 75.– und Menu Deluxe für CHF 89.–):
Laufzeit: 3. August bis 13. September 2026, Montag – Samstag: 18:00 – 23:30 Uhr, Sonntag: 17:30 – 23:30 Uhr
Soi Thai Pop-up, Rämistrasse 24, 8001 Zürich, soithai.ch
Manchmal braucht es gar nicht viel, um sich wie in einer anderen Welt zu fühlen: Ein versteckter Innenhof, der Duft von Zitronengras in der Luft und das Gefühl, dass hier mit ganz viel Liebe zum Detail gearbeitet wird. Wir haben das neue ĂN ĂN besucht – das elegante Geschwisterchen des beliebten Co Chin Chin.
Wer das ehemalige Puro kannte, wird staunen. Wo früher Business-Lunches in Club-Atmosphäre serviert wurden, herrscht jetzt elegante, indochinesische Ästhetik. Das ĂN ĂN positioniert sich etwas höher als das klassische Co Chin Chin, und das spiegelt sich im gesamten Ambiente wider. Das Interieur ist stilsicher und schick, bewahrt auf der Karte aber die Authentizität, die wir erwarten.
Ein echtes Highlight ist die Lage im Zentralhof. Direkt neben der Milchbar gelegen, geniesst man hier einen der schönsten Innenhöfe der Stadt. Besonders im Sommer ist die Terrasse eine wahre Oase – man vergisst augenblicklich, dass die geschäftige Bahnhofstrasse nur ein paar Schritte entfernt liegt.
Das Essen
Die Karte bietet raffinierte vietnamische Küche – authentische Aromen, aber mit einem modernen, gehobenen Twist. Die Gerichte werden äusserst elegant angerichtet; das Auge isst hier definitiv mit.
Wir haben uns durch verschiedene Gerichte probiert und jeder Bissen hat uns schlichtweg überzeugt. Als Vorspeise begeisterte das Banh Nep Gu (Poulet mit Sticky Rice). Bei den Hauptgängen setzte sich das freudige Niveau fort: Der Ca La Lot (Kabeljau) mit einer raffinierten Ananassauce war perfekt ausbalanciert, und das Ga Roti (Poulet mit Spiegelei) in einer tiefgründigen Karamell-Kokossauce war echtes Soulfood in der Premiumvariante. Auch die anderen Gerichte, durch die wir uns probiert haben, haben uns sehr gefallen.
Fazit
Das ĂN ĂN ist die perfekte Adresse für alle, die vietnamesische Küche lieben, aber einen eleganten Rahmen suchen. Es ist die ideale Location für ein Dinner-Date oder einen besonderen Abend mit Freunden. Die Kombination aus erstklassigem Essen und diesem einmaligen Innenhof-Ambiente macht es zu einem der aktuell spannendsten Restaurants im Kreis 1.
Harrys Tipp
Sichert euch im Sommer unbedingt einen Tisch im Innenhof. Es gibt kaum einen schöneren Ort in Zürich, um bei authentischen vietnamesischen Aromen die Welt um sich herum zu vergessen.
Adresse
ĂN ĂN by Co Chin Chin, Zentralhof / Fraumünsterstrasse 25, 8001 Zürich, Tel. +41 44 221 99 33, anan.ch
Restaurant & Bar Sinaloa – Mexikanische Avantgarde
Das neue Sinaloa hat sich eine der attraktivste Locations im Kreis 5 geschnappt und serviert hier seit Anfang November eine moderne mexikanische Küche auf hohem Niveau.
An der Gasometerstrasse, wo früher das Dar und davor das Maison Blunt war, wird jetzt modern mexikanisch gegessen. Die Macher der Bar am Wasser stehen dahinter. Geboten wird authentische, moderne mexikanische Küche. Der Fokus liegt auf Sharing Plates.
Konzept & Atmosphäre
Die Location passt ideal: Die Räume wirken stimmungsvoll mexikanisch. Gäste warten an der Bar auf ihren Tisch. Dort geniesst man bereits einen anspruchsvollen Cocktail. Viele Drinks basieren auf Mezcal oder Tequila. Sie stammen aus dem Repertoire von Dirk Hany und Luca Huber, die man beide aus der Bar am Wasser kennt. Die Atmosphäre ist urban und lebhaft.
Das Essen
Wir probierten uns durch die Karte. Die Küche überzeugt konstant mit starken, authentischen Aromen. Die Tacos sind ein Genuss. Das Tatar mit knusprigen Tortas war wunderbar umgesetzt. Ein Highlight: das Costilla de Res, ein butterzartes Shortrib mit Mole und Maiscrème. Probiert haben wir auch den Wolfsbarsch mit dunkler Bohnencrème und Salsa Perejil y Adobo. Ausserordentlich war der „Maiz“: eine Maiscrème aus Grillmais mit Huitlacoche-Hollandaise.
Harrys Tipp
Das Sinaloa bringt moderne mexikanische Küche nach Zürich, so wie man sie bei uns bisher nicht kannte. Die Gerichte sind einfach, aber aromatisch anspruchsvoll. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist fair. Was man unbedingt probieren muss? Am besten die ganze Karte. Und unbedingt die fantastischen Cocktail-Kreationen geniessen!
Lust auf Fondue? Zürich bietet auch diesen Winter eine fast unerschöpfliche Auswahl. Ob Pop-up, Fondue-Chalet oder Restaurant, wir sagen dir, wo in Zürich die besten Fondue-Orte sind.
[mailpoet_form id=“2″]
Chalet Züriberg (Hotel Zürichberg)
Das Chalet Züriberg hat Tradition. Seit vielen Jahren schon baut das Hotel Zürichbergim Winter ein urchiges Holz-Chalet in seinen Park. Die liebevoll gestaltete Alphütte ist nicht nur besonders heimelig, sondern kann sich auch gleich noch der wahrscheinlich besten Aussicht auf die Stadt rühmen.
Serviert wird ein fantastisches Fondue am Kamin in super gemütlichem Ambiente.
Fonduesaison
25. Oktober 2025 bis 8. Februar 2026
Täglich geöffnet – zwei Servicezeiten: 17 bis 19:45 Uhr und 20 Uhr bis Betriebsschluss
Das Chalet Krug war bereits 2019 ein echter Geheimtipp. Jetzt ist das Mini-Chalet mit Zürichs exklusivstem Fondue zurück. Platz finden darin höchstens sechs Personen.
Für dieses aussergewöhnliche Wintererlebnis hoch über der Stadt haben sich drei gastronomische Ikonen zusammengetan: Heiko Nieder, der Koch des Jahres 2019 und verantwortlich für die kulinarische Umsetzung des Chalet Krug und Rolf Beeler, der wohl bekannteste Maître Fromager der Schweiz und zuständig für den einzigartigen Chalet Krug Fondue-Käse. Und zu guter Letzt: Die Königin aller Champagner, die Maison Krug, dank welcher dieses Fondue zu einem unbestrittenen Luxus-Gericht wird.
Fondue & Champagner
Serviert wird das Edel-Fondue im Chalet Krug zusammen mit Kartoffeln, Brot, Kantabrischen Sardellen, Oliven und einer halben Flasche Krug Grand Cuvée pro Person.
Fonduesaison
7. November 2025 bis 28. Februar 2026
Preis
298 Franken pro Person
Ob 2, 4 oder 6 Personen: Das Chalet Krug gehört dir immer ganz exklusiv.
Das Wienachtsdorf auf dem Sechseläutenplatz sollte man sich nicht entgehen lassen. Es ist der vielleicht schönste und gleichzeitig unkonventionellsten Weihnachtsmarkt der Schweiz – und er ist auch kulinarisch am weitesten Fortgeschritten.
Neben vielen Ständen mit überraschenden Food-Angeboten, einer Eisbahn und vielem mehr gibt es auch die super beliebte Fonduestube. Die steht ganz oben auf unserer Liste, wenn es um Gemütlichkeit und entspannte Vorweihnachtsatmosphäre geht.
Fonduesaison
21. November bis 23. Dezember 2025 Sonntag bis Mittwoch, 11-23 Uhr, Donnerstag bis Samstag 11-24 Uhr
Käsefans haben jetzt auch am Albisriederplatz die Möglichkeit zu einem gemütlichen Fondueabend. Das Restaurant Stoller hat neu ein kleines, charmantes Fondue-Stübli eingerichtet und serviert hier drei Fonduevarianten – Hausmischung, Original Moitié-Moitié und Trüffel-Champagner.
Fonduesaison: 30. Oktober 2025 bis 1. Februar 2026 Mittwoch bis Sonntag
Käsefondue gibt es bei Frau Gerold in allen erdenklichen Varianten. Tomaten, Kräuter, Pilze, etc. Das Ambiente ist richtig kuschelig und perfekt für einen kalten Winterabend. Rehgeweihe an der Wand, wärmende Decken auf den Bänken und ein grosser Holzofen in der Mitte des runden Raumes machen diese Location zu einem Bijou.
Der absolute Fondue-Klassiker: Kleines schnüggeliges Fondue-Restaurant zwischen Stauffacher und Langstrasse. Sehr authentisch und gemütlich, ganz ohne modernen Schickschnack. Allerdings auch klein, daher unbedingt reservieren.
Fonduesaison
September 2025 bis April 2026 Montag bis Freitag von 11:30 – 14:00 Uhr, am Abend ab 18 Uhr Samstag und Sonntag ab 17:30 Uhr
Ein romantisches Fondue-Erlebnis bietet die Dolder Kunsteisbahn. Im Wald am Züriberg geniesst man sein Fondue in ausrangierten Gstaader Ski-Gondeln mit Blick auf das bunte Treiben auf der Kunsteisbahn.
Angerichtet wird die Spezialität auf Wunsch mit Alpenkräutern, Speck oder Trüffel. Serviert werden dazu auf Wunsch auch Kartoffeln und Essiggemüse.
Wer es gemütlich mag, aber gerne mal auf traditionellen Chalet-Chic verzichten möchte, der wird im «Helvti-Chäschtli» glücklich. Das Pop-up-Chalet im Hotel Helvetia tanzt mit seinen 26 Plätzen ziemlich aus der Reihe. Es erinnert farblich mehr an das Miami der 80er-Jahre als an eine Hütte in den Schweizer Bergen. Statt Berglermusik läuft kalifornischer Cosmic Jazz.
Serviert wird ein Fondue-Menü mit Vorspeisen, Fondue, Tünkli-Menü, Dessert und einem Glas Champagner.
Gleich hinter dem Hauptbahnhof, im Innehof des Landesmuseums, findet immer im Dezember das Illuminarium statt. Das einzigartige Wintererlebnis mit Projektionsshows von internationalen Animaitionsstudios, Essensständen und Glühwein ist einer der grossen Publikumsmagnete der Stadt.
Seit jeher ist auch ein aufwendig gestaltetes Fondue Chalet Teil des Events. Verschiedene Fondue-Variationen und gute Weine machen den Abend in diesem ubanen Rahmen zu einem Vergnügen.
Fonduesaison: 7. November bis 30. Dezember 2024 (24. und 25. Dezember geschlossen) Täglich von 17 bis 24 Uhr
Geschmacklich eines der besten Käsefondues. In einer kleinen romantischen Gasse im Niederdorf gelegen. Nachteil: Oft sehr voll und vielleicht nicht gerade das gemütlichste Fondue-Restaurant. Dennoch: immer ein sicherer Wert.
Zürichs neue Künstlerbeiz Lulu beim Opernhaus geht in die Vollen: In einer transparenten Sternenkuppel auf der Opernhausterrasse servieren die emsigen Péclard-Leute Fondue und Raclette. Mit freiem Blick zum Himmel und auf das Weihnachtsdorf kommt hier echte Vorweihnachtsstimmung auf. Wer in der Sternenkuppel keinen Platz mehr erhält, der hat mit dem Fonduezelt nebenan eine mehr als gleichwertige Alternative.
Übrigens: Die wunderbare Fondue-Mischung kommt direkt aus dem Gstaad Palace!
Fonduesaison: 8. November 2025 bis 21. Dezember 2025 Täglich
Einer der schönsten Orte für ein Openair-Fondue-Erlebnis ist wohl die Milchbar beim Paradplatz. Da sitzt man in einer hübschen Säulenarkade mit Blick auf den prächtigen Innenhof, freut sich ob des wunderbaren, knallgrünen Jugenstilbrunnens und tunkt dabei sein Brot in herrliches Käsefondue. Um den kalten Wind in Schach zu halten gibt es wärmende Decken, in die man sich einpacken kann.
Wer gerne eine Alternative zu den althergebrachten Fondue-Restaurants probieren möchte, der ist in der Milchbar gut aufgehoben.
Raus aus der Stadt, rein in die Waid! Erstens liegt das Tessin Grotto sehr schön am Waidberg, ab von jedem Rummel und zweitens gibt es hier im Winter vielleicht das einzige Fondue mit Tessiner Käse. Sieben verschiedene Fondue-Variationen stehen auf der Karte.
Und natürlich heisst das Fondue hier nicht Fondue, sondern Fonduta. Ist doch klar!
Swiss Chuchi im Hotel Adler, Am Hirschengraben, Rosengasse 10, 8001 Zürich, Tel. +41 44 266 96 66, swiss-chuchi.ch
VBZ Fondue Tram
Eine tolle Art, das Stadtgebiet Fondue essend aus einer neuen Perspektive wieder zu entdecken.
Reservation zwingend.
Fonduesaison
1. November 2025 bis 28. Februar 2026
November: Mittwoch, Freitag und Samstag (keine Fahrten am 22.) Dezember: Montag, Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag (keine Fahrten zwischen 24. und 31.) Januar: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag (keine Fahrten am 1. und 2. Januar) Februar: Dienstag bis Sonntag
Ein aussergewöhnliches Fondue-Erlebnis. Allerdings sollte man sich bei Weisswein und Kirsch in Zurückhaltung üben. Im äussersten Notfall gibt es dann doch noch die bekannte Reeling, über die man sich erleichtern kann. Den Fischen würd’s bestimmt gefallen.
Reservation zwingend.
Fonduesaison
18. November 2025 bis 10. April 2026, nicht an allen Wochentagen.
Feuer, Mut und purer Geschmack: Mit dem neuen Zürcher Restaurant Char erhält Zürich ein starkes neues Gastrokonzept.
Flatbread mit Kimchi Butter, Gruyère.Bluefin Tuna. Ein geschmackliches Highlight: Marinierte Minitomaten, Himbeeren und Burrata.Links: Kroketten gefüllt mit Schweinefleisch und einer Basilikumemulsion. Ojo de Agua – argentinisches Steak. Grillierte Pouletflügeli.Geräucherter Flan, Freddo Choux und dreifacher Mais (Kuchen, Crème und Flake) mit eingemachten Beeren.
«Char» ist das neueste Konzept von einem der beiden Mitinhabern des populären «Gaijin Izakaya» und des nicht weniger erfolgreichen «Old Inn Pubs». Und es hat das Zeug, schnell zu einem festen Bestandteil der werden.
Konzept & Atmosphäre
Das Interieur ist schick und sehr einladend. Braune und weisse Farbtöne dominieren den Raum, der dank einer durchdachten Tischverteilung sowohl für ein ausgiebiges Dinner als auch für ein entspanntes Glas Wein perfekt ist. Die Theke mit Barhockern ist eine gute Alternative zum klassischen Tisch. Während wir uns auf die Gerichte freuten, lief unaufdringlicher Hip-Hop im Hintergrund – ein unerwartetes, aber stimmiges Detail.
Das Konzept des «Char» ist bestechend und genial: „Alles, was das Feuer berührt“. Auf den Teller kommen kleine, raffinierte Gerichte, die über offenem Kohlefeuer zubereitet werden. Die Küche ist von mediterranen und griechischen Einflüssen geprägt, was sich in den mutigen, kräftigen Aromen widerspiegelt.
Das Essen
Die Gerichte sind eine geschmackliche Reise. Wir starteten mit einer Burrata, deren Minitomaten unglaublich aromatisch waren. Anschliessend probierten wir die Pouletflügel, die – im Gegensatz zur gängigen frittierten Variante – über dem Feuer zubereitet wurden. Das Ergebnis: eine knusprige Haut und ein intensiver, rauchiger Geschmack. Der Oktopus war perfekt gebraten und ebenfalls wunderbar rauchig. Ein Highlight waren die Kroketten, gefüllt mit Schweinefleisch und serviert mit einer aromatischen Basilikumemulsion.
Neben dem Essen legt das «Char» einen starken Fokus auf Wein, insbesondere auf Schweizer Tropfen. Wir probierten einen jungen, mineralischen Chasselas von der Domaine du Chambet aus Gy, Genf, der hervorragend zu den Gerichten passte.
Wer nur einen kleinen Appetit hat, kann auch einfach ein Glas Wein mit einem Snack wie einem herrlichen Flatbrad mit geräuchertem Olivenöl oder Pork Belly bestellen.
Harrys Tipp
Das Foodkonzept von «Char» hat uns ohne Einschränkungen überzeugt. Ausserdem gefällt uns das gelungene Interieur sehr gut. Das «Char» bringt alle Voraussetzungen mit, um das Zürcher Publikum zu begeistern und auch auf lange Sicht erfolgreich zu sein. Wir empfehlen es für einen entspannten Abend mit Freunden oder ein Date.
Geöffnet ist das «Char» Dienstag bis Freitag für Lunch und Dinner sowie Samstag für Dinner. Die Eröffnung findet nächsten Mittwoch statt.
Zebra Bistro – Eine französische Bistro-Entdeckung
An der Stauffacherstrasse 147, gegenüber der Bäckeranlage, liegt das kleine, aber feine Zebra Bistro. Das Lokal hat uns bei unserem Besuch mit französischer Bistroküche und unaufgeregtem und modernem Ambiente überzeugt.Der reguläre Betrieb startet am 24. September.
Sélection de beurres: Zitronenbutter und geräucherte Thymian- und Rosmarinbutter.Oeufs mimosa: Hartgekochtes Ei mit Mayonnaise, Senf, frischen Kräutern und Randen. Carotte rôtie: Gebratene Karotte, Orangenescabeche, frische Orange.Caille rôtie aux truffes: Wachtel konfiert und gebraten, Kartoffelfondant, Trüffel. Petit Salé aux Lentilles: Knuspriger Schweinebauch, geschmorte Linsen, Kartoffelpurée.Poire pechée au chocolat: In Rosé pochierte Birne, Crème und dunkle Schokolade. Far Breton: Backpudding mit Pflaumen.
Das Interieur ist minimalistisch und doch elegant. Dezente, gut durchdachte Designelemente verleihen dem kleinen Bistro eine besondere Note, ohne aufdringlich zu wirken. Die Stimmung ist gemütlich und intim.
Bei den Getränken liegt ein klarer Fokus auf Naturweinen. Für alle, die es traditioneller mögen, werden aber auch klassische Alternativen angeboten.
Das Bistro ist von Mittwoch bis Samstag abends und Sonntag tagsüber geöffnet. Unter der Woche wird hier à la Carte gegessen, am Freitag und Samstag gibt es fixe Menüs mit drei bis vier Gängen. Am Sonntag wird ein französischer Brunch serviert.
Das Essen
Wir starteten unser Diner mit zwei Varianten Butter, eine davon mit Zitrone verfeinert die andere mit geräuchertem Thymian.
Als Vorspeisen wählten wir die Oeufs Mimosa und die Carottes Rôties. Beide Gerichte zeichneten sich durch ihre raffinierten und gut balancierten Aromen aus.
Anschliessend probierten wir das Petit Salé aux lentilles, einen sehr zarten Schweinebauch, serviert auf einem Bett aus Linsen und Kartoffelpurée.
Ebenfalls überzeugte die Caille rôtie aux truffes, eine zarte Wachtel, die mit ihrem intensiven Trüffelaroma bestach. Der Ragôut de champignons, ein Pilz-Bourguignon mit Kürbiswürfeln, Brotpudding und Wasserkresse, bot eine reichhaltige und geschmacklich tiefe Komposition.
Harrys Tipp
Das Zebra Bistro hat uns überzeugt mit anspruchsvoller französischer Küche in einem stilvollen und gemütlichen Ambiente.
Das Betreiberteam zeigt viel Engagement und Liebe zum Detail, was sich in der Qualität der Speisen und dem stimmigen Gesamtkonzept widerspiegelt.
Für alle, die gehobene Bistroküche in einem entspannten Rahmen schätzen, ist das Zebra eine hervorragende Adresse.
Wenige Wochen jung und schon ein Ort, der auffällt: Das Seam schafft einen eleganten Rahmen für japanische Esskultur im Kappo-Stil. Das kannte man in Zürch bisher nicht.
Klein, aber fein: 38 Plätze, cleanes Design, hochwertige Materialien. Die offene Küche im Counter-Stil, wie sie für ein Kappo-Restaurants üblich ist, sorgt für Nähe – man sieht, wie präzise gearbeitet wird. Elegant, aber nicht abgehoben. Ein Ort, an dem man es spürt, dass hier die Liebe im Detail steckt.
Das Konzept
Sharing ist Programm. Sechs bis sieben Gerichte für zwei Personen – inspiriert von Kaiseki und Kappo. Japanische Kochkunst, die auf Handwerk, Harmonie und Balance setzt. Kein klassisches Menü, sondern ein kulinarischer Dialog.
Was auf den Tisch kommt
Der Auftakt macht Lust auf mehr:
Gegrillte Aubergine mit Miso
Thunfisch-Bites
Knuspriger Reis mit drei Tofu-Dips
Dann wird’s spannend:
Tuna-Scallop-Salat mit japanischem Senf – frisch, leicht, mit feiner Schärfe.
Sesam-Tofu – kein Soja, sondern süss-salzig, fast mochi-artig.
Bean-Curd-Sushi zum Selberrollen – mit Shiso-Blatt ein Highlight.
Und das Fleisch? Wagyu A4 aus Japan. Zart, aromatisch.
Dazu gibt es eine grosse Auswahl an exzellenter Sake.
Harrys Tipp
Das Seam ist kein Ort für ein schnelles Abendessen. Es ist ein Erlebnis – für alle, die japanische Küche lieben oder neu entdecken wollen. Ein Besuch lohnt sich, denn hier wird mit Präzision, Leidenschaft und einem Hauch Mut gekocht.
Machida Shoten ist da: Echter Japan-Ramen für Zürich
Am Albisriederplatz hat eine neue Adresse für authentische japanische Nudelsuppen eröffnet. Machida Shoten, ein direkter Ableger einer bekannten Kette aus Japan, bringt den kräftigen «Yokohama Iekei Ramen»-Stil in die Stadt. Wir hatten bereits die Gelegenheit für einen ersten Eindruck.
Machida Shoten wurde 2008 in einem Stadtteil von Tokio gegründet und hat sich auch ausserhalb Japans einen Namen gemacht. Das Konzept basiert auf dem «Iekei»-Stil, der in Yokohama populär wurde. Charakteristisch für diese Ramen ist die kräftige Brühe, die auf einer Kombination aus intensivem Schweineknochen-Sud (Tonkotsu) und einer würzigen Sojasauce (Shoyu) basiert.
Dieser Hintergrund verspricht ein authentisches Geschmackserlebnis, wie man es direkt aus Japan kennt. Das Lokal am Albisriederplatz ist entsprechend schlicht und funktional eingerichtet, der Fokus liegt klar auf dem Produkt in der Schüssel.
Unser Eindruck: Geschmack und Textur überzeugen
Wir hatten bereits die Gelegenheit, die Ramen von Machida Shoten zu probieren und waren besonders von zwei Aspekten angetan. Zum einen ist da die Suppe: Sie ist aussergewöhnlich reichhaltig und komplex im Geschmack, ohne zu überladen zu wirken. Man schmeckt die sorgfältige Zubereitung und die Qualität der Zutaten.
Zum anderen haben uns die Nudeln überzeugt. Sie sind merklich dicker und fester als an anderen Orten und behalten ihren angenehmen Biss auch in der heissen Brühe über längere Zeit. Serviert wird der klassische Ramen mit Beilagen wie zartem Chashu (geschmorter Schweinebauch), Spinat und Nori-Algenblättern.
Lebendige Atmosphäre wie in Japan
Neben dem Geschmack trägt auch die Atmosphäre zum authentischen Erlebnis bei. Das Lokal ist schlicht und funktional eingerichtet, der Fokus liegt klar auf dem Essen. Was sofort auffällt, ist die lebendige Stimmung: Sobald ein Gast das Restaurant betritt, schallt ein lautes «Irasshaimase!», ein energisches «Willkommen!», durch den Raum. Beim Gehen wird man vom gesamten Team mit einem ebenso kräftigen «Arigatou gozaimashita!», einem «Vielen Dank!», verabschiedet. Das mag im ersten Moment merkwürdig klingen, ist aber typisch für solche Lokale in Japan.
Harrys Tipp
Für Liebhaber japanischer Nudelsuppen ist Machida Shoten definitiv einen Besuch wert. Man erhält eine qualitativ hochwertige und geschmacklich authentische Schüssel Ramen zu einem fairen Preis. Das Restaurant verzichtet auf Reservationen, was den unkomplizierten Charakter unterstreicht – ideal für ein spontanes Mittag- oder Abendessen.
Seit 2006 verzaubert das «Coco» in Zürich seine Gäste. Ein Restaurant, das nicht nur mit Beständigkeit glänzt, sondern auch mit einem unvergleichlichen Charme, der dich in eine andere Welt entführt. Höchste Zeit, diesem versteckten Juwel wieder einmal die Aufmerksamkeit zu schenken, die es verdient.
Ja, ich weiss. Das Coco gibt’s ja schon ewig. Genauer gesagt, seit 2006. Und genau deshalb ist es höchste Zeit, mal wieder darüber zu schreiben. Denn in der heutigen Gastro-Welt, wo gefühlt jede Woche ein neues Hipster-Lokal aus dem Boden schiesst, sind Beständigkeit und Qualität Gold wert. Und genau das verkörpert das «Coco».
Eine Oase mitten in der Stadt
Versteckt in einem kleinen, engen Hinterhof, quasi einen Steinwurf vom Paradeplatz entfernt, findest du diese kleine gastronomische Oase. Schon beim Betreten umfängt dich eine warme, wohlige Atmosphäre. Und dieser Geruch! Das ist kein Zufall, das ist Cheminée-Feuer in der Luft. Man fühlt sich sofort geborgen, als würde man Zürich für einen Moment hinter sich lassen und in eine ganz andere Welt eintauchen.
Das Herzstück: Der offene Grill
Was das «Coco» aber wirklich unverwechselbar macht, ist der offene Grill. Hier wird noch mit echtem Feuer gearbeitet, und das sieht man nicht alle Tage. Der Geruch, die Hitze, das Knistern – das ist Erlebnis pur! Und auf diesen Grill kommt alles, was das Herz begehrt: Fisch, Fleisch und Gemüse.
Besonders cool: Du kannst dir dein Wunschstück direkt an der Theke aussuchen. Da liegen die feinsten Stücke aus, und du kannst selbst entscheiden, was auf deinem Teller landen soll. Ein optisches Highlight ist dabei definitiv das Tomahawk Steak – das muss man einfach mal gesehen haben.
Der imposante Weinkeller
Doch das «Coco» hat noch mehr zu bieten als nur feinstes Grillgut. Ein imposanter Weinkeller gehört ebenfalls zum Restaurant. Und das Beste daran: Du kannst die Weine direkt unten im Keller aussuchen. So wird die Wahl des passenden Tropfens zu einem besonderen Erlebnis.
Warum also wieder ins «Coco»?
Ganz einfach: Weil es ein Klassiker ist, der, unserer Meinung nach, nichts von seinem Charme verloren hat. Weil die Qualität stimmt, der Service aufmerksam und die Atmosphäre einzigartig ist. Es ist ein Ort, an dem man sich zurücklehnen, geniessen und dem Alltag getrost den Rücken zudrehen kann.
Harrys Tipp
Das Coco ist ein kleines, diskretes Bijou, gerade richtig für alle, die in eine fast schon verzauberte Welt abtauchen möchten. Perfekt für Fleischliebhaber und ein wunderbares Gastroerlebnis, ohne jeglichen Schnickschnack. Das lokal ist echt romantisch und somit ideal für Date Nights. Und ein Geheimtipp: Such dir den Wein nicht nur von der Karte aus, sondern geh runter in den Weinkeller und wähle deinen Tropfen persönlich aus – das macht das Erlebnis noch spezieller!
Also, falls du das Coco schon lange nicht mehr besucht hast oder es sogar noch gar nicht kennst: Wir finden, ein Besuch lohnt sich!
Aber Achtung! So schön es im «Coco» ist: Es hat seinen Preis. Und der ist am oberen Ende der Skala angesiedelt.
Das Café «Irma» hat sich in kürzester Zeit einen Namen gemacht. Es ist ein Bakery-Café-Konzept, das sich ganz den hausgemachten Sauerteigbroten verschrieben hat. Der Sourdough wird hier drei Tage lang fermentiert – das schmeckt man.
Der offensichtliche Star im Café Irma: Das hausgemachte Sauerteigbrot.Sauerteigbrot mit rotem Ferment – Meerrettichcrème, Randen-Rotkohl-Ferment und Apfel.Matcha-Latte mit Sproutmilch.
Alles vegan
Das gesamte Angebot ist rein vegan. Von den knusprigen Broten über die Patisserie bis zum Brunch am Sonntag – alles pflanzlich. Tierische Milch sucht man vergeblich. Auch eigene Fermentationsprodukte wie Kimchi und Kefir werden hier hergestellt und serviert.
Wochenend-Magnet mit Wartezeit
Das Café ist äusserst beliebt, besonders am Wochenende. Mit kurzen Wartezeiten muss man rechnen. Am Sonntag wird Brunch angeboten.
Das Interieur ist modern, hell und nordisch inspiriert. Eine lange Sitztheke bietet direkten Einblick in die Küche. So kann man die Herstellung der Brote und die Zubereitung der Gerichte live miterleben.
Harrys Tipp
Das «Irma» überzeugt mit einem durchdachten Konzept und handwerklicher Präzision. Die Produkte werden mit hohem Anspruch gefertigt. Dass nichts dem Zufall überlassen wird, dafür sorgen die beiden Betreiber, Judith und Sinan.
Unsere Empfehlung: Ein cooles Konzept, ein tolles Lokal mit einem qualitativ überzeugendem Angebot. Alles ist gesund und lokal und ermöglicht freundvollen Genuss. Einziger Wermutstropfen: Keine tierische Milch zur Auswahl. Auch wenn die Alternativen geschmacklich beeindruckend sind, für viele bleiben sie ein Kompromiss.